YouTuber legt seine Finanzen offen

“Julien Bam ist geldgeil.” Diesen Vorwurf trägt er nicht alleine in der deutschen YouTube-Szene. Nun hat er, einer der erfolgreichsten YouTuber in unserem Land, seine Finanzen teilweise offen gelegt, um sich von solchen Vorwürfen in Zukunft distanzieren zu können.

Am Freitag, den 22.09.2017, hatte der YouTuber auf seinem Kanal ein “[…] eher untypisches Julien Bam Video […]” hochgeladen mit dem Titel: “Ich bin geldgeil, wurde von einer Firma gekauft und bin kritikunfähig | Julien Bam”. In diesem Video beschäftigt er sich ausführlich mit dem Vorwurf der Geldgeilheit und gibt sein Statement zu der Sache ab. Über 2.000.000 Menschen haben sich das Video bereits auf der Videoplattform angesehen.

Mit knappen 30 Millionen Klicks pro Monat verdient Julien Bam rund 25.400 $, was umgerechnet rund 21.200 € entspricht. “[…] Das ist ‘ne Menge Geld […]” gibt er offen in seinem Video zu, doch betont anschließend: “[…] was die Meisten aber nie erwähnen […]: ich zahle Steuern.”

Videoausschnitt – Quelle: YouTube, Julien Bam

Wichtig bei der Betrachtung der Einnahmen ist ohne Frage die Berücksichtigung der Ausgaben welche für Team und Produktion anfallen, und welche Steuern auf den Gewinn gezahlt werden müssen. Bei einem monatlichen Verdienst von rund 21.000 € fällt der YouTuber unter die Kategorie des Höchststeuersatzes von 45%, was bedeutet, dass knapp die Hälfte der Einnahmen an den Staat fließen.
Unter den Ausgaben führt Julien Bam unter anderem die Gehälter für sein Team an: diese betragen laut seinen Angaben aktuell 13.000 € im Monat, die Produktionskosten belaufen sich auf ca. 10.000 €. Dazu kommen monatliche Raten für sein Haus (3.200 €), sowie Kosten für die Deckung der Nebenkosten, welche mit 1.800 € zu Buche schlagen. Versicherungen (900 €) und Verträge für Internet & Mobilfunk, usw. fressen ebenfalls nochmal 750 €.

Am Ende bedeutet das ein Monats-minus von 18.490 €.

Ist sein YouTube Kanal also ein reines Verlustgeschäft, denn Lebensunterhalt etc. sind ja auch noch gar nicht mit eingerechnet? Nein. Durch Kooperationen und Werbedeals, welche Julien Bam entsprechendes Geld einbringen, kann er die monatlich anfallenden Kosten decken. Wie hoch die Verdienstsumme allerdings genau ist, lässt er offen.

(Quelle: YouTube, Julien Bam)

2 Gedanken zu „YouTuber legt seine Finanzen offen

  1. Silas_229 Antworten

    Das stimmt nicht ganz, auch wenn Julien Bam es so erzählt.
    Fast alle aufgezählten Punkte lassen sich von der Steuer absetzen, da Julien Bam ein Unternehmen ist, wie er selbst sagt. Am Ende eines Quartals werden von dem übrigen Geld die Steuern abgezogen. Und wenn er kein übruges Geld mehr hat, sondern im Minus ist, muss er sowieso keine Steuern dafür zahlen.




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