Stardew Valley? Landwirtschaftssimulator in Pixelig?

Stardew Valley klingt erst einmal sehr langweilig. Doch bevor wir klären, wieso Stardew Valley gar nicht so langweilig ist, wie es klingt klären wir die Hintergrundgeschichte.

Story

Die ganze Geschichte fängt im Sterbebett des Großvaters an, welcher uns seinen Bauernhof vermacht. Der Brief, in welchem uns das mitgeteilt wurde gerät allerdings in Vergessenheit, und somit arbeiten wir fleißig weiter in der Stadt für die Joja Company. Nach einiger Zeit sind wir aber von dem Leben in der Stadt gestresst und durch Zufall entdecken wir den Brief unseres Großvaters wieder. Also, nicht lange gefackelt, Kündigung geschrieben und ab aufs Land. Im Dorf angekommen begegnet uns Robin, welche uns zur Farm bringt. Schon kommt die Enttäuschung. Die komplette Farm ist verwuchert und muss neu aufgebaut werden. Kaum haben wir unser Grundstück wieder halbwegs brauchbar gemacht kommt uns das nächste Problem entgegen. Das Gemeindehaus wird von Geistern kontrolliert und wir sollen es davon befreien, damit es nicht von Joja als Lager aufgekauft wird.

Aktivitäten

Hier kommen wir auch schon zu den Hauptaktivitäten von Stardew Valley . Wir kaufen Saatgut, säen es und verkaufen das Endprodukt weiter. Doch auch hierbei stößt man oftmals auf problematische Fragen, da die Auswahl an Gemüsesorten riesig ist. Sobald man aber diese Entscheidungen getroffen hat kann man schon anfangen zu säen. StardewValleyMineDie Pflanzen müssen dabei täglich gegossen werden, außer es regnet. Wenn es dann aber mal regnet lohnt es sich in das Bergwerk zu gehen. “Was für ein Bergwerk?” fragen sich bestimmt viele. In Stardew Valley gibt es eine Mine, in welcher man viele unterschiedliche Ressourcen wie Gold und Kupfer auffinden kann.
Mit ihnen kann man seine Werkzeuge aufrüsten lassen oder eine Menge Geld verdienen. Doch es gibt nicht nur Ressourcen, sondern auch Gefahren! In dieser riesigen Grube lauern Monster, welche mit wachsender Tiefe immer stärker werden. Da alles in Ebenen aufgebaut ist kann man aber den Monstern nur manchmal ausweichen, weil man sie oftmals töten muss, um auf die nächste Ebene zu gelangen. Dadurch wird Stardew Valley natürlich um einiges spannender. Zu den Hauptaktivitäten von Stardew Valley kommen noch ein paar Nebenaktivitäten, welche ein bisschen Abwechslung ins Spiel bringen.
Auf dem Weg zur Mine findet man oft Items, welche man dann zu dem von Geistern kontrollieren Gemeindehaus bringen kann. Die Geister freuen sich über die Geschenke und renovieren als Gegenleistung das Gemeindehaus – nett, oder? Außerdem kann man ein paar kleine Quests von Bewohnern erledigen, was die Sympathie steigert und ein paar Kröten in die Kasse bringt.
Die Story von Stardew Valley ist nicht aufdringlich und sorgt mit schönen Zwischensequenzen für eine entspannte Atmosphäre.

Technik

Wie es der Titel schon verrät ist Stardew Valley pixelig, aber trotz dessen voller liebe zum Detail.
Theoretisch sind die Anforderungen des Spiels sehr niedrig. Windows© Vista oder höher mit 2 Gigabyte RAM lässt das Spiel problemlos mit auf vielen Office-PCs rennen. Natürlich ist es keine Grafikbombe, aber es sieht gut aus, einfach ein liebevoller, nostalgischer Flair. Die Soundkulisse ist sehr umfangreich und friedlich, was die Atmosphäre verbessert. Bugtechnisch gesehen ist Stardew Valley sehr gut, da mir in meiner ganzen Spielzeit kein einziger Fehler aufgefallen ist. Wer aber das Spiel “vanilla” zu langweilig findet, kann Modifikationen installieren und somit das Spielerlebnis erweitern.

Fazit

Im Grunde kann ich jedem Stardew Valley empfehlen, da es für viele Altersgruppen zugeschnitten ist.
Zudem kann man es auf fast jedem System spielen und genießen.  Müsste ich Stardew Valley in ein Wort fassen würde ich “Entspannung” wählen, weil die Feldarbeit einfach super zum abschalten ist.
Es ist meiner Meinung nach definitiv nicht einfach nur ein “Landwirtschaftssimulator in Pixelig”, da es einiges mehr zu bieten hat als Feldarbeit. Ich persönlich empfinde Stardew Valley als einen Indie-Hit, welchen man nicht ignorieren, sondern einfach mal anschauen sollte.

Liebe Grüße,
Peter

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